Von BlackVPN zu StrongVPN

Ich habe an anderer Stelle schon geschildert, wie ich meiner Seriensucht über Hulu, Netflix und Amazon Instant Video nachkomme. In letzter Zeit habe ich mich etliche Male über die teilweise kaum vorhandene Bandbreite meines VPN-Anbieters BlackVPN aufgeregt. Teilweise hatte ich wirklich kaum Durchsatz, was das Anschauen von Streamingvideo etwas schwierig macht.

Ich bin dann irgendwie auf StrongVPN gestossen – keine Ahnung mehr wie; es gibt ja Dutzende dieser VPN-Anbieter. Auf jeden Fall hab ich da jetzt das «PPTP Lite»-Paket gekauft für $21 in drei Monaten. Und siehe da, jetzt klappts auch mit der Geschwindigkeit.

Speedtest

Schönes Gimmick dazu: Unter ios.strongvpn.com lassen sich sehr einfach die VPN-Settings für iOS-Geräte herunterladen – für Konfigurationsfaule wie mich ist das super.

Goethe und ein Rhodes-Plugin

Ich rüste ja in der letzten Zeit mein Musikequipment etwas auf. Grösste und tollste Investition bis jetzt: Das Universal Audio Apollo – ein wirklich toll klingendes Audiointerface einerseits und ein «DSP Accelerator» andererseits. Einfach gesagt: Das Ding stellt Rechenpower bereit, mit der aufwändige Nachbildungen analoger Hardware als Plugins emuliert werden können. (Eine Auswahl der tollen Plugins sieht man im Universal-Audio-Store.)

Zweitens war ich dann ja bei meinem Bekannten Florian in Waldorf an einem Mixing-Workshop. Ich hab ja schon ab und zu etwas am Computer Musik gefrickelt, aber das hat mir erstens wieder einmal Basics vermittelt, die ich vergessen oder verdrängt hatte (Effektkanäle equalizen zum Beispiel), und zweitens mir wieder Lust gemacht, wieder einmal etwas fertig zu machen.

Ich fürchte aber, im Moment habe ich der Welt wenig Tiefgründiges zu sagen, und bin etwas aus der Übung, wenn es darum geht, Nicht-Tiefgründiges hübsch zu verpacken. Darum hatte ich die Idee, mich bei Könnern zu bedienen. Erster Stopp: Johann Wolfgang von Goethe, ein leidlich bekannter deutscher Reimeschmied.

Was sich dabei ergeben hat: «Liebe, lass mich los». Popmusik, an der Johann Wolfgang hoffentlich Freude hätte.

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Dinge: Das Freitag-«Portemonnaie»

Alan von FreitagEin Ding aus der Reihe: «Löst Probleme, für die ich nie an einer Lösung herumüberlegt habe.» Wenn ich ohne Tasche aus dem Haus gehe, habe ich früher immer ein paar Kärtchen aus dem richtigen Portemonnaie geklaubt sowie ein paar Nötli. Ich gehöre nicht zu der Art Mann, die ein dickes Portemonnaie hinten in der Jeans drin haben. Erstens sieht das scheisse aus, zweitens beulen die Jeans aus und gehen kaputt, drittens ist es unbequem und viertens sieht es scheisse aus.

Auf jeden Fall ist das Kärtchen-Tausch-Spiel etwas mühsam und die Karten sehen nach ein paar Abenden aus als wären sie fünf Wochen bei der Sihlpost-Passage rumgelegen.

Die Lösung: F57 Alan von Freitag (erstmals gesehen bei Philip). Sieht aus wie eine der Freitag-iPhone-Hüllen mit dem lustigen Zieh-Mechanismus, ist allerdings kreditkartengross und für anständig gefaltete Noten und, ähm, Kreditkarten.

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Gelesen: Richard Marx, Externalitäten, Negative Thinking

Ich starte eine neue Rubrik «Gelesen». Gute Texte aus dem Internet. In loser Folge.

Right Here Waiting

The Morning News, Edward McClelland
Lokalreporter Edward McClelland aus Chicago beleidigt in einem Nebensatz den Schmusesänger Richard Marx («shameless»). Dieser reagiert und trifft den Reporter in seiner Stammkneipe. Nonchalant notiert und recht amüsant.

Just because something has value doesn’t mean it has a price

The Guardian, Cory Doctorow
Cory Doctorow steigt ganz hoch nach oben und blickt mit Unverständnis herunter auf die «infantile mania for preventing positive externalities». Sein Argument: Wenn alle immer überall entschädigt werden wollen für die positiven Externalitäten, die ihr Produkt oder Dienstleistung zeitigt, wird uns das nicht allen die Rechnungen bezahlen, sondern es wird Menschen davon abhalten, Cooles, Nützliches und Wertvolles herzustellen.

The Power of Negative Thinking

The Wall Street Journal, Oliver Burkeman
«The ultimate value of the “negative path” may not be its role in facilitating upbeat emotions or even success. It is simply realism. The future really is uncertain, after all, and things really do go wrong as well as right. We are too often motivated by a craving to put an end to the inevitable surprises in our lives.»

Technisch beeindruckend: Moll-Songs in Dur

Videos posten ist ja so halbcool, aber das fand ich jetzt doch beeindruckend. So ein Mensch aus dem Internetz hat verschiedene in Moll gehaltene Songs zu Dur umgewandelt:

Habe leider nichts zur Vorgehensweise gefunden, aber ich könnte mir vorstellen, dass man das etwa mit Melodyne machen kann. Die einigermassen neue Funktion «Direct Note Access» erlaubt die Bearbeitung von mehrstimmigem Audiomaterial. Wirklich cool. Ich bin ja noch ein Vertreter der Generation, für die Intonationskorrektur von Gesang schon «close to magic» ist.

Die anderen fröhlich getrimmten Songs gibt’s übrigens auf dem Vimeo-Profil von major scaled.

Verringerung von Halbwissen: Der Bund kurz erklärt

Der Bund kurz erklärtSchöner Service der Bundeskanzlei: Die Broschüre «Der Bund kurz erklärt» (hier als PDF mit 23 MB) wird einem auf Wunsch gratis in gedruckter Form nach Hause geliefert.

«Diese alljährlich erscheinende, stets reich bebilderte Broschüre will Ihnen einen möglichst breiten, aber doch leicht verständlichen Einblick in die politische Schweiz und ihre obersten Behörden vermitteln sowie die Struktur und die Aufgaben unseres Staates aufzeigen.»

Verringerung von Halbwissen hat ja noch niemandem geschadet.

Hier geht’s weiter: Schweizerische Bundeskanzlei – Der Bund kurz erklärt.

Tap’n'Slide: Eine Geste für Einhandzoom

Die Google-Maps-App fürs iPhone ist ja ohnehin ein ganz vorzügliches Stück Software. Dem Fass den Boden schlägt allerdings eine Geste aus, der ich eine grosse Zukunft prophezeie: Tap’n'Slide als Zusatzgeste für Ein- oder Auszoomen.

Das heisst: Den Finger aufs Display tappen, beim nächsten Display tappen nach oben oder unten sliden. Voilà. Funktioniert für Ein- und Auszoomen. Und macht genau das möglich, was ich bis jetzt immer vermisst habe: Einhändiges Zoomen. Das Youtube-Video zeigt wie’s geht (und zeigt auch, was ich nicht wusste bisher: Zwei-Finger-Tap ist Auszoomen).

Ich fordere darum mit Nachdruck: Tap’n'Slide muss sich als Standard für Zoom etablieren. Spätestens in iOS 7. Von mir aus auch in Android und überall.

(Tap’n'Slide ist dann übrigens kein offizieller Ausdruck. Aber man muss Dingen ja einen Namen geben.)

Jumping through hoops: Hulu Plus in der Schweiz

Wer Hulu plus in der Schweiz schauen will, muss einiges auf sich nehmen. Wer vor VPN-Anbietern und komisch benamsten Prepaid-Karten-Abtippern nicht zurückschreckt, dem kann geholfen werden.

Zugegeben: Ich bin seriensüchtig. Es gibt einfach nicht viel Niederschwelligeres als zu Hause mit dem iPad Serien zu konsumieren. Und ich bin Serientäter: Ich kann nicht jede Woche eine 20-Minuten-Folge schauen. Ich will alles auf einmal.

Sorry, kein Hulu für dich.

Sorry, kein Hulu für dich.

Mittlerweile gibt’s ja auch genug Möglichkeiten, das legal und moralisch einwandfrei zu machen. (Wenn wir ehrlich sind: Rapidshare und die ganzen Filehoster sind zwar in der Schweiz legal, aber richtig richtig fühlt sich das nicht an.)

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Meine Top-3-Spotify-Apps

Eine Welt ohne Spotify könnte ich mir gar nicht mehr vorstellen. Ich nutze den schwedischen Musikstreamingdienst täglich. In der Desktop-Version gibt es seit einiger Zeit Erweiterungen, die Spotify noch besser machen. Diese drei Apps nutze ich am häufigsten.

3. laut.de

laut.de auf Spotify

An der App von laut.de mag ich vor allem die Schlichtheit: Alle neuen Reviews von Alben im hübschen Grid-Layout und mit einem Satz angerissen. Dazu eine einfache Fünf-Sterne-Wertung. Wenn mich etwas interessiert, kann ich die ausführliche Kritik lesen.

Hier geht’s zur Spotify-App von laut.de

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Filter Bubble: Nein, Serendipity: Ja

Bei Blogwerk habe ich aufgeschrieben, warum ich von dieser Filter Bubble nicht viel halte.

«Wohnt dieser ganzen Konstellation das Potenzial inne, sich einseitig zu informieren? Natürlich. In unserem Beispiel hat das Max selbst in der Hand. Die Voraussetzungen für eine umfassende Information – mit Überraschungselementen – sind jedoch heute um einiges besser als früher. Darum verstehe ich die Aufregung um den Filter Bubble nicht.

Denn: Wir waren schon immer eingebunden in unser soziales Umfeld und in eine Medienwelt. Jetzt haben wir vielleicht ein paar Freunde mehr auf Facebook und Informationen sind über den Hyperlink näher bei uns. Dass uns aber Algorithmen oder eine Filter Bubble die Welt zum schlechten verzerren – dazu gehört immer auch eine gute Portion Absicht oder zumindest Fahrlässigkeit des Medienkonsumenten. Wer sich einseitig informieren will, konnte das immer und wird das immer können. Das Internet hat daran nichts geändert.»

Den ganzen Artikel gibt’s im Blogwerk-Blog: Unsere Weltwahrnehmung: Serendipity lebt!